Abgeltungssteuer/Freistellungsauftrag

Ab 2009 wird die Besteuerung der Einkünfte aus Kapitalvermögen mit Einführung der sogenannten Abgeltungssteuer wesentlich geändert.

Damit ergeben sich auch bei der Besteuerung der an unsere Mitglieder ausgeschütteten Dividenden gravierende Änderungen. 

Bisher konnten wir bei Dividenden bis 51 EURO in einem vereinfachten Verfahren beim Finanzamt die auf diese Dividenden einzubehaltende Kapitalertragsteuer erstattet bekommen. Das hatte für unsere Mitglieder den Vorteil, dass sie von uns die gesamte Dividende ohne Abzug der Kapitalertragsteuer ausbezahlt bekommen haben. 

Ab 2009 ist dies wegen der geänderten Steuergesetze nicht mehr möglich. Wir benötigen deshalb von unseren Mitgliedern einen Freistellungsauftrag oder eine Nichtveranlagungsbescheinigung, um ihnen weiterhin die Dividende in voller Höhe ohne Abzug der Kapitalertragsteuer und des Solidaritätszuschlages auszahlen zu können.

Maximal können Ledige Freistellungsaufträge in Höhe von 801 EURO bzw.
zusammenveranlagte Ehegatten von 1.602 EURO erteilen. Wenn unser Mitglied also noch unverbrauchte Freistellungsfreibeträge hat, kann uns das Mitglied einen Freistellungsauftrag erteilen.

Ein Freistellungsauftrag kann als PDF heruntergeladen werden oder in unserer Geschäftsstelle angefordert werden.

Sollte das Mitglied keine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abgeben und nicht zur Einkommensteuer veranlagt werden (weil das Mitglied z.B. Rentner ist oder keine steuerpflichtigen Einkommen bezieht) und Zinseinkünfte über dem Sparer-Pauschbetrag beziehen, so kann das Mitglied beim Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen. 

Auch wenn uns das Mitglied eine Nichtveranlagungsbescheinigung einreicht, können wir ihm wie bisher die Dividende ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag ausbezahlen. Eine Nichtveranlagungsbescheinigung bleibt i. d. R. drei Jahre gültig. Das Mitglied muss vor Ablauf der Gültigkeitsdauer eine neue Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen und uns diese vorlegen.

Wir haben Ende Mai alle Mitglieder wegen dem Eingehalt der Kirchensteuer angeschrieben. Falls man keinen Freistellungsauftrag erteilt hat, müssen wir im nächsten Jahr (ab 01.01.2015) für die Dividende Kirchensteuer abführen, falls man keinen Sperrvermerk setzt. Wir werden nun jährlich diesen Hinweis auf Einbehalt der Kirchensteuer vor dem 30.06. schicken müssen.

Bei einer Ausschüttung von 3,00 % auf ein Geschäftsguthaben von z.B. 410,00 EURO (zwei Geschäftsanteile) erhält das Mitglied eine Dividende von 12,30 EURO. Das Mitglied benötigt dann einen Freibetrag in der Höhe von 12,30 EURO.

Gemeinnützige Baugenossenschaft 
Mainspitze eG 

Einbehalt der Kirchensteuer auf Kapitalertäge

Seit dem 01.01.2015 sind wir bei Dividendenzahlungen gesetzlich verpflichtet, bei einer bestehenden Kirchensteuerpflicht zusätzlich zum Kapitalertragsteuerabzug auch den Kirchensteuerabzug vorzunehmen.

Die zur Vornahme des Kirchensteuerabzugs notwendigen Daten (Kirchensteuerabzugsmerkmal = KISTAM) werden vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) zur Verfügung gestellt und einmal im Jahr (im Zeitraum vom 01.09. bis 31.10.) beim BZSt abgerufen.

Sie können der Herausgabe Ihrer Daten durch das BZSt widersprechen. Hierfür müssen Sie gegenüber dem BZSt einen sogenannten „Sperrvermerk“ erteilen. Der Kirchensteuerabzug durch uns unterbleibt dann. Ein einmal erteilter Sperrvermerk bleibt bis auf Ihren schriftlichen Widerruf bestehen.

Das zur Erteilung des Sperrvermerks erforderliche Formular finden Sie unter der folgenden Internetadresse: www.formulare-bfinv.de – Formularcenter – Suchbegriff „Kirchensteuer“ oder „Sperrvermerk“.

Wollen Sie einen Sperrvermerk erteilen, muss dieser bis zum 30.06. diesen Jahres beim BZSt eingehen!Haben Sie einen Sperrvermerk erteilt, sind Sie verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben, um zur Kirchensteuer veranlagt werden zu können.

Bei Mitgliedern, die bereits eine Nichtveranlagungsbescheinigung oder einen Freistellungsauftrag in ausreichender Höhe bei der Gemeinnützigen Baugenossenschaft abgegeben haben oder keiner Kirche angehören, wird kein Kirchensteuerabzug vorgenommen. 

Bitte achten Sie darauf, dass bei Änderungen des Familienstands ein erneuter Freistellungsauftrag bzw. eine Nichtveranlagungsbescheinigung bei uns abgegeben werden muss.

Damit Sie Ihre Dividenden und unsere Mitteilungen stets ordnungsgemäß erhalten, ist es ebenfalls erforderlich, Änderungen Ihres Wohnortes und Ihrer Bankverbindung mitzuteilen.

Die Abfrage des KISTAM erfolgt jährlich und wird von uns automatisch ohne nochmalige schriftliche Ankündigung vorgenommen.

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Gemeinnützige Baugenossenschaft Mainspitze eG
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